22 Jul 2026
Studie aus Bremen und Hamburg deckt Lücken im Spielerschutz für Online-Glücksspiel auf

Ergebnisse der Literaturanalyse zu Schutzmaßnahmen
Forscher der Gambling Research Unit an der Universität Bremen sowie des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung in Hamburg haben eine systematische Auswertung von 42 wissenschaftlichen Publikationen abgeschlossen und dabei festgestellt dass bestehende Spielerschutzmaßnahmen im Online-Glücksspiel trotz zunehmender Nutzung und damit verbundener Risiken noch immer unzureichend bleiben während das Bundesministerium für Gesundheit die Untersuchung unterstützte und acht konkrete Empfehlungen für die bevorstehende Erneuerung des Glücksspielstaatsvertrags formuliert wurden.
Die Analyse konzentrierte sich auf verfügbare Daten zu verschiedenen Schutztools und zeigte dass zentrale Spielersperren verbindliche Einsatzlimits vorab sowie striktere Werbebeschränkungen und eine verbesserte Evaluation der Instrumente dringend erforderlich sind da die bestehenden Regelungen in der Praxis oft nicht die gewünschte Wirkung entfalten.
Hintergründe zur Untersuchung im Juli 2026
Im Juli 2026 veröffentlichten die beteiligten Institute ihre Erkenntnisse die auf einer umfassenden Sichtung internationaler Studien basieren und dabei insbesondere die Situation in Deutschland vor dem Hintergrund des anstehenden Staatsvertrags beleuchten während Behörden und Politik die Vorschläge nun prüfen.
Experten der beiden Einrichtungen hoben hervor dass eine zentrale Sperrdatei für Spieler sowie verpflichtende Voreinstellungen für Einsatzgrenzen die Wirksamkeit deutlich steigern könnten und gleichzeitig Werbebeschränkungen die Reichweite problematischer Angebote eindämmen sollten.
Acht Politikempfehlungen im Detail
Die acht Empfehlungen umfassen unter anderem die Einführung einer bundesweiten zentralen Spielersperre die Etablierung bindender Pre-Commitment-Limits die Einschränkung von Werbemaßnahmen sowie eine systematischere Bewertung bestehender Schutztools denn nur so lassen sich Risiken bei wachsender Popularität des Online-Glücksspiels wirksam minimieren während die Forscher auf Daten aus den 42 Publikationen verweisen die diese Maßnahmen als besonders relevant ausweisen.
Und hier wird deutlich dass eine bessere Evaluation der Instrumente notwendig ist da bisherige Ansätze häufig an der tatsächlichen Umsetzung scheitern und daher keine ausreichende Schutzwirkung erzielen während die Studie gleichzeitig auf den Report Update 2025: Effekte von Maßnahmen des Spielerschutzes beim Online-Glücksspiel – Ein systematischer Review Bezug nimmt.

Ausblick auf den Glücksspielstaatsvertrag
Vor der Erneuerung des Staatsvertrags liefern die Ergebnisse aus Bremen und Hamburg damit eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen da die identifizierten Defizite in den Schutzmechanismen klare Handlungsbedarfe aufzeigen und zugleich die Notwendigkeit einer stärkeren wissenschaftlichen Begleitung betonen während Bundesländer und Aufsichtsbehörden die Vorschläge in ihre Planungen einbeziehen können.
Beobachter merken an dass die Kombination aus zentralen Sperren und verpflichtenden Limits in anderen Ländern bereits positive Effekte gezeigt hat und daher auch in Deutschland eine entsprechende Anpassung sinnvoll erscheint da die aktuelle Studie diese Ansätze durch die Auswertung der 42 Publikationen untermauert.
Schlussfolgerung
Die Untersuchung der beiden Institute liefert somit belastbare Hinweise darauf dass Spielerschutz im Online-Glücksspiel weiterentwickelt werden muss und die acht Empfehlungen bieten konkrete Ansatzpunkte für die kommende Gesetzgebung während die Unterstützung durch das Bundesministerium für Gesundheit die Relevanz der Ergebnisse zusätzlich unterstreicht und die Diskussion um eine effektive Regulierung vorantreibt.